Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stuttgart

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Inhalt: Betrieb und Unterhaltung der Anlagen und der Wasserstraße

Gemäß Bundeswasserstraßengesetz sind die Unterhaltung und der Betrieb des Neckars mit seinen baulichen Anlagen hoheitliche Aufgaben. Dies bedeutet, dass der Staat (hier Bundesministerium für Verkehr, Bau und Städteentwicklung) diese Aufgaben (Leistungen / Arbeiten) durchzuführen hat, bzw. auf seine Kosten durchführen lassen muss (z. B. mittels Auftragsvergabe an Firmen).

Der Betrieb wird hauptsächlich von den drei Außenbezirken des WSA Stuttgart übernommen. Hierzu gehören u.a. das zur Verfügung stellen des Neckars für die Schifffahrt (Fahrrinne mit Tonnen, Schifffahrtszeichen, usw.) sowie die Bedienung der Schleusen- und Wehranlagen.
Eine detaillierte Beschreibung der Aufgaben der Außenbezirke finden Sie unter "Außenstellen".

Die Unterhaltung wird vom WSA Stuttgart, Sachbereich 2 geplant und abgewickelt. Kleinere Reparaturen und Unterhaltungsmaßnahmen werden von den Außenstellen des WSA (Außenbezirke und Bauhof) ausgeführt.
Die größeren (Bau)-Maßnahmen werden vom WSA Stuttgart nach dem Vergaberecht an Fremdfirmen vergeben. Die notwendigsten Unterhaltungsmaßnahmen werden hierzu jährlich als Ergebnis der Bauwerksinspektion und aufgrund von Mängelberichten nach Priorität in einer sog. "Technische Programmplanung" vorgesehen.
Nach Prüfung werden hierfür Haushaltsmittel zur Verfügung gestellt. Neben den "normalen" Haushaltsmitteln des Bundesministeriums für Verkehr, Bau- und Stadtentwicklung stehen für Investitionsmaßnahmen (z. B. Grundinstandsetzungen und Ersatzmaßnahmen) auch Gelder aus der LKW-Maut zur Verfügung.

Die evtl. erforderlichen Planleistungen (statische Berechnungen, Zeichnungen) werden teilweise, nach einem Vergabeverfahren, von Ingenieurbüros übernommen.
Die Bau- und Lieferleistungen dieser Projekte werden allgemein durch Fachfirmen ausgeführt. Hierzu wird die Vergabe der einzelnen Maßnahme meist öffentlich bekanntgegeben.
Die dann bereits erstellten Verdingungsunterlagen (Ausschreibungsunterlagen) werden auf Wunsch übersandt. Die Firmen kalkulieren die geforderten Leistungen und geben evtl. ein Angebot ab.
Nach Eröffnung der Angebote sowie deren Prüfung und Wertung, wird ein Auftrag erteilt (Zuschlagserteilung). Die (Bau)-Leistungen werden im weiteren Verlauf vom WSA überwacht und nach Fertigstellung abgenommen und abgerechnet.


Lage der Bauwerke

Neckarkarte

Diese Unterhaltung betrifft hauptsächlich nachfolgende bauliche Objekte:

(siehe hierzu auch "Bauliche Anlagen des WSA".)

Gewässerbett und Ufer

Ein, der Öffentlichkeit oft kaum bekannter Teil der Arbeiten, ist das Vorhalten der Fahrrinne für die Schifffahrt. Gerade am oberen Neckar ist dies eine gewaltige Daueraufgabe. Aufgrund der Ablagerungen, welche nach jedem Hochwasser auftreten, bilden sich regelmäßig Fehltiefen, welche die Schifffahrt stark beeinträchtigen. Nach jedem Hochwasser finden somit umfangreiche Peilarbeiten statt. Im Zuge der Sofortmaßnahmen wird dann zunächst eine minimale Fahrrinne für die Schifffahrt wiederhergestellt. Anschließend werden die Baggerarbeiten, die Entsorgung des Baggergutes öffentlich ausgeschrieben, vergeben und überwacht.
Hierbei handelt es sich durchschnittlich um ca. 40.000 Tonnen Material pro Jahr.

Das Gleiche gilt für die Treibgutansammlungen, welche als Folge von Hochwasser in erheblichem Maße auftreten und den Schiffsverkehr gefährden.

Stauanlagen

Zu den Stauanlagen gehören unterschiedlichste Bauwerke die für den Betrieb der Bundeswasserstraße Neckar benötigt werden, wie z. B. Wehre und Schleusen. Deren Unterhaltung betrifft verschiedene Gewerke / Fachgebiete:

Aufgrund des höheren Alters der Anlagen (Baujahr ab 1914) ist neben den Reparaturen in den letzten Jahren die Grundinstandsetzung bzw. der Ersatz von größeren Anlageteilen (z.B. Schleusentor oder Wehrverschluss) eine wichtige Aufgabe geworden (siehe auch "Projekte des WSA"). Im Einzelnen handelt es sich bei der Unterhaltung heute um unterschiedlichste Maßnahmen der o.g. Gewerke, Beispielsweise:

Einhub des Schleusetores Einbau des Schleusetores

Hochbauten

Sowohl bei den o.g. Stauanlagen als auch bei den Außenstellen des WSA sind in größerem Umfang Hochbauten vorhanden. Es handelt sich hierbei u. A. um folgende bauliche Anlagen:

Auf Grund des hohen Alters sind auch bei diesen Bauwerken regelmäßig Reparaturen oder Erneuerungen erforderlich. Zusätzlich werden Bauwerk und (technische) Ausstattung dabei nach und nach auf den neusten Stand gebracht. Im Einzeln handelt es sich hier Beispielsweise um folgende Maßnahmen:

Gerüst um ein Schleusengebäude

Brücken und Stege

Im Bereich der Schleusen und Wehre, sowie auf freier Strecke des Neckars werden auch bestimmte Brücken und Stege vom WSA betrieben und unterhalten. Typische (Bau)-maßnahmen sind hier z. B.:

Brückensanierung

Hinweis:
Detaillierte Informationen bezüglich der Bauwerke und Anlagen finden Sie unter "Bauliche Anlagen des WSA". Einzelne interessante (Bau)-maßnahmen finden Sie unter "Projekte des WSA".