Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes


Wasserstraßen- und Schifffahrtsamt Stuttgart

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Inhalt: Bauwerksinspektion

Die Bauwerksinspektion ist eine Instandhaltungsmaßnahme, die der Feststellung und Beurteilung des Ist-Zustandes des inspizierten Bauwerks dienen soll.
Sie ist strukturiert in Vorbereitung, Durchführung und Ergebnisdarstellung. Die Bauwerksinspektion umfasst die Bauwerksprüfung, Überwachung und Besichtigung aller Bauwerke, die in der Unterhaltungslast der Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) stehen und wird in der Verwaltungsvorschrift VV-WSV 2101 geregelt.
Dämme und Ingenieurbauwerke nach DIN 1076 (z.B. Brücken) sind hiervon ausgenommen. Für sie gelten andere Vorschriften.

Schleusenkammer

Drempel

Die Bauwerksprüfung beinhaltet eine handnahe Untersuchung der Bauwerke alle 6 Jahre unter Benutzung aller erforderlichen Hilfsgeräte durch einen sachkundigen Ingenieur, der auch die statischen, konstruktiven und hydromechanischen Verhältnisse der Bauwerke beurteilen kann.
Schwerpunkte der Bauwerksprüfung sind: die Überprüfung der Funktionsfähigkeit und Betriebssicherheit, Beurteilung des Materialzustandes der Bauwerke-/Bauteiloberfläche, Prüfung aller Fugen und Bauwerksanschlüsse usw. Hierfür ist eine Trockenlegung des Bauwerks bzw. eine Schleusensperrung und manchmal auch eine Schifffahrtssperre (bei Ein-Kammer-Schleusen) erforderlich. Im Anschluss an der Prüfung wird ein Prüfbericht aufgestellt.

Die Bauwerksüberwachung ist spätestens 3 Jahre nach einer Bauwerksprüfung von einem sachkundigen Ingenieur durchzuführen. Sie ist eine intensive erweiterte Sichtprüfung und es sind alle Bauteile zu überprüfen soweit dies ohne Trockenlegung möglich ist.

Die Besichtigung wird jährlich von einer sachkundigen Person durchgeführt und beinhaltet die Überprüfung der Bauwerke im Hinblick auf die Verkehrssicherheit, den allgemeinen Zustand und sonstige Auffälligkeiten.


Im Zuständigkeitsbereicht des WSA Stuttgart gibt es 45 Wehrverschlüsse und 27 Schleusenkammern. Das bedeutet, das bei einem Prüfintervall von sechs Jahre jährlich 12 Bauwerke überprüft werden müssen. Des Weiteren kommen noch Prüfungen bzw. Überwachungen aus besonderem Anlass dazu. Diese werden durchgeführt:

Trockenlegung Wehr Aldingen, unterwasserseitig

Verschluß 1

Trockenlegung Wehr Aldingen, unterwasserseitig

Trockenlegung am Wehr Aldingen


Die Abweichungen vom Sollzustand sind in Mängel- bzw. Prüfberichten so zu dokumentieren, dass dadurch eine Schadensklassifizierung erfolgen kann.
Für die Beurteilung des Ist-Zustandes und die Abschätzung der Beeinträchtigung der Tragfähigkeit, Betriebssicherheit und Nutzungsdauer gibt es Orientierungshilfen zur Einstufung der Schäden in Schadensklassen.

Die Erstellung der Aufgabenblätter, die Terminplanung und die Dokumentation der Prüf- und Mängel- bzw. Überwachungsberichte, erfolgt mit dem Programm WSVPruf. Befund- und Messergebnisse sind zu bewerten und hinsichtlich vermuteter oder festgestellter Einwirkungen oder Ursachen zu beurteilen.
Erst nach der Auswertung dieser Ergebnisse kann über Notwendigkeit, Dringlichkeit, Reihenfolge und Instandsetzungsprinzip entschieden werden.

Hubdrehtor

Wehrkörper von innen


Stemmtor

Revisionverschluss